Dialoge, die man kein zweites Mal führen will – Teil 1
Im Telefonstudio. Der Interviewer ruft in einer Firma südlich von München an.
Interviewer: Schönen Guten Tag, wir hatten Sie angeschrieben als Kunde der XY, weil wir gerne mit Ihnen ein Gespräch über Ihre Zufriedenheit mit den Leistungen der XY durchführen würden. Da wollte ich fragen, wann das zeitlich okay wäre.
Zielperson: Was wollten Sie fragen?
Interviewer: Wann das zeitlich okay wäre.
Zielperson: Ob das zeitlich okay wäre?
Interviewer: Ja, vor allem, wann das zeitlich okay wäre!
Zielperson: Wann was zeitlich okay wäre?
Interviewer: Diese Befragung zur Kundenzufriedenheit…
Zielperson: Wieso? Was sollten wir Sie denn da fragen?
Interviewer: Nein, wir wollten von Ihnen wissen…
Zielperson: (unterbricht) Warten Sie mal eben… (Warteschleife: Mozart – Eine kleine Nachtmusik in der Gameboy-Sound-Version)...Hallo, hören Sie? Das ist gerade in der Bearbeitung.
Interviewer: Ja schön! Wann könnten wir uns da denn vielleicht noch mal melden?
Zielperson: Weiß ich nicht, wir setzen da halt Pirotäten (kein Schreibfehler) und wenn das kommt, dann kommt es eben
Interviewer: Alles klar, dann bedanke ich mich und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Zielperson: Hä? Wieso?
Was lernen wir daraus? Bayern konnte beim innerdeutschen PISA-Vergleich nur deswegen so gut abschneiden, weil offensichtlich nicht alle Personen zum Test zugelassen wurden. Aber musste man die Aussortierten unbedingt in betriebliche Führungspositionen setzen?